Berichte von Veranstaltungen

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Besuch im Ferienhotel Bodensee in Berlingen Schweiz
am 19.04.2017
Das erste konsequent barrierefreie Ferienhotel

Das Wetter war ja nicht gerade einladend, als wir 5 (Gebhard, Hannelore, Gerlinde,
Notburg, Annette) um 14 Uhr vom Döbele losgefahren sind.
Nach einer halbstündigen Fahrt bei Kälte und Schnee am grauen See entlang,
erreichten wir dann unser Ziel und waren erstmal sehr erstaunt. Das Hotel liegt
direkt an einer stark befahrenen Hauptstraße. Da waren wir ja doch skeptisch.
Dann, oh Schreck, eine Treppe! Barrierefrei?? Kein Widerspruch, direkt neben dem
Eingangsbereich ein großer Aufzug.
Freundlich empfangen wurden wir vom Hoteldirektor Herrn Stefan Steiner.
Die knapp einstündige Führung durch das Haus hat uns immer wieder verblüfft.
Das Hotel verfügt über 22 Zimmer mit 50 Betten, einen sehr schön angelegten
Garten, gut mit Rollstuhl zu befahren und das Angebot Boggiabahn,Schachspiel
werden gerne angenommen.
Zum Zeitpunkt unseres Besuchs gastierte eine Multipleseklerose-Gruppe und so
konnten wir direkt erleben, wie wichtig all die baulichen Besonderheiten des Hauses
sind. Die Türen sind extrabreit, mit Sensor ausgestattet, so dass sie sich nur öffnen,
wenn niemand von außen davorsteht. Die Zimmer sind hell und freundlich, mit einem
Pflegebett (dem man es nicht direkt ansieht) ausgestattet. Möchte ein
Angehöriger/Betreuer nicht in einem Pflegebett schlafen, wird es gegen ein
„normales“ ausgetauscht. Die Bäder sind sehr großzügig und komfortabel.
Die Zimmer auf der Gartenseite sind mit einem großen Balkon ausgestattet. Im
Sommer ist das sicher ein begehrtes Plätzchen. Von den oberen Stockwerken zur
Straßenseite hat man einen herrlichen Blick über den See. Und, es war kein
Straßenlärm zu hören!
Im obersten Stock befinden sich 3 Familienzimmer. Alles toll durchdacht.
Herzlichen Dank, den Gästen, die erlaubt haben in ihren Privatbereich Einblick zu
nehmen.
Das gesamte Mobiliar ist komplett auf die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern angepaßt.
Das beginnt an der niedrigen Rezeption, in der Cafeteria ist das Büfett vom Rollstuhl
ohne Probleme zu erreichen, alle Wege sind breit, das Ambiente sehr hell und
freundlich.
Wie schon gesagt, war das Haus mit einer Gruppe MS-Patienten belegt, die z.T. ihre
Betreuer mitgebracht haben. Und nicht nur das, sondern all ihre Hilfsmittel, wie
Bettenlift usw. So sind Gäste mit Handicap auch hier bestens versorgt.
Wer allein anreist und doch pflegerische Hilfe benötigt, bekommt diese von der
„Spitex“, (bei uns ist das die häusliche Pflege). In der Schweiz wird das von der
Kasse übernommen.
Herr Steiner berichtete, dass bereits eine Gruppe aus Augsburg zu Gast war und die
Kosten auch übernommen wurden. Da bin ich noch dran das abzuklären.
Total beeindruckt hat uns die Motivation der Mitarbeiter, die nicht aus der Pflege
kommen, aber persönlich irgendwie mit Behinderung konfrontiert sind.
Der Direktion ist es sehr wohl bewusst, dass jedem Mitarbeiter, egal aus welchem
Bereich dessen Funktion angesiedelt ist, zur allgemein üblichen Belastung zusätzlich
psychisch und emotional viel abverlangt wird. Deshalb finden regelmäßig
Supervision-Sitzungen statt, für alle von der Reinigungskraft bis zum Direktor.
Da es nicht immer einfach ist mit Menschen mit Handicap umzugehen, es gibt ja
auch ergreifende Schicksale und hier können und sollen sowohl Betroffene, als auch
Familie und Betreuer mal richtig entspannen, da wird dann sicher viel geredet. Wir
kennen das aus der Gruppe ja auch, wie gut es tut, sich mal Kummer von der Seele
zu reden.
Bei Buchung wird den Gästen schon vorab eine Liste von barrierefreien
Ausflugsmöglichkeiten zugesandt; es gibt auch Angebote ortsansässiger
Unternehmen.
Im Sommer ist das Hotel gut belegt, im Winter eher weniger. Daher gab es 2016
zum ersten Mal vom 23.12.bis 2.1. die Möglichkeit an Kursen, die von Therapeuten,
Künstlern angeboten wurden, teilzunehmen. Das ist sehr gut angenommen worden.
Klar, viele wollen zu der Zeit nicht alleine sein.
In nächster Zeit werden 2 angrenzende Häuser ebenfalls zu Hotels umgebaut,
allerdings nicht barrierefrei. Sie sollen besonders den Pflegenden zum verdienten
Rückzug von der 24 Stunden Rundumbetreuung ermöglichen. Also, der Patient
wohnt im Vorderhaus, trägt einen Notruf, der Betreuer wohnt, wenn gewünscht im
Nebengebäude.
Mit einem guten Cappuccino im Wintergarten haben wir diesen beeindruckenden
Besuch beendet.
Ich habe schon mehrere „barrierefreie“ Hotels angeschaut…… Rampe im
Eingangsbereich, Aufzug und begehbare Bäder……….
Das, was ich im Ferienhotel in Berlingen gesehen und erlebt habe ist gelebte
Inklusion. Mein Respekt gilt den Initiatoren und Mitarbeitern.
Ich hoffe, dass es bald viel mehr dieser Angebote geben wird.
http://www.ferienhotel-bodensee.ch

 

 

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Positive Bilanz der Schmerztage 2016

Miteinander war das zentrale Thema der 7. Konstanzer Schmerztage am 7. und 10.Juni.
Die Premiere für die Verantwortlichen von Selbsthilfegruppe und Schmerzzentrum den bundesweiten Aktionstag gegen den Schmerz in die Konstanzer Schmerztage einzubeziehen ist sehr gut gelungen.

Dass sich viele Patienten noch nicht gut versorgt wissen und die stetig steigende Zahl der Betroffenen zeigte das große Interesse an den sehr gut besuchten Vorträgen an beiden Veranstaltungstagen.

07.06. Klinikum Konstanz

Sehr gut angenommen und mit großem Interesse verfolgt wurde die Vorstellung des Teams des Zentrum für Schmerztherapie am Klinikum Konstanz durch Prof. Dr. Wolfgang Krüger.

Es war vielen Zuhörern nicht bewusst, wie viele Fachrichtungen während eines stationären Aufenthalts von bis zu 3 Wochen an der Behandlung beteiligt sind. Für die stationäre Aufnahme reicht eine Einweisung des behandelnden Arztes.

Es wurde in der Diskussion sehr deutlich, das mehr Patienten die Ambulanz in Anspruch nehmen möchten. Das dies aber nur mit Überweisung eines niedergelassenen Schmerztherapeuten möglich ist, stieß auf Unmut und Unverständnis.

Prof. Krüger und Frau Dr. Mergner erklärten die Hintergründe.

Was ist ein Placebo, wie wirkt es und warum kommt es zum Einsatz. Auf diese Fragen gab Frau Dr. Dana Mergner mit ihrem interessanten Vortrag z.T. recht überraschende Antworten.

Eine Patientin, Mitglied der Selbsthilfegruppe berichtete über die Hilfe, die sie in der Gruppe neben zahlreichen Informationen, erfährt. Ganz wichtig ist dabei das vertrauensvolle Miteinander; hier kennt jeder die Probleme des anderen. Johannes Fuchs von der Selbsthilfekontaktstelle am Landratsamt Konstanz machte die Wichtigkeit solcher Veranstaltungen für Betroffene deutlich und lobte die engagierte Arbeit des Vereins. Gern hätten sie mehr davon.

Annette de Groot zeigte Arbeit und Möglichkeiten der Selbsthilfe auf. Ihr Appell an Schmerzgeplagte: Gemeinsam können wir viel erreichen.

Auf reges Interesse stieß dann auch der Beitrag von Dr. Tobias Nitsch (Akupunktur) und Dr. Jens

Daniel (Osteopathie) vom Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin am Klinikum Konstanz.

Dabei zeigten beide Ärzte mit großem Engagement und Offenheit die Möglichkeiten und Grenzen der Behandlung mit Akupunktur und Osteopathie auf.

10.06. Landratsamt Konstanz

Erfreulicher weise füllte sich auch am Freitag der große Sitzungssaal im Landratsamt Konstanz.

Großes Lob bekamen die Mitglieder der Selbsthilfe Vereinigung chronischer Schmerz e.V. für die großartige Organisation der nun schon 7. Mal stattfindenden Veranstaltung.

Sozialdezernent Axel Gossner, der den Landrat als Schirmherrn vertrat, Dr. Ewald Weisschedel für die Stadt Konstanz und Uwe Daltoe von der AOK hoffen schon jetzt, dass es in zwei Jahren die achten Konstanzer Schmerztage geben wird.

Als Musiktherapeut Markus Löhr seinen Beitrag mit einer musikalischen Darbietung begann, wurde es mucksmäuschenstill im Saal – es war Erlebnis und Genuss.

Mit diesem einstand wurde so auch deutlich, wie der Therapeut mit Patienten arbeitet und was Musik bewirken kann. Ohne eine Zugabe ließen ihn die Zuhörer dann auch nicht gehen.
Ebenso aufmerksam verfolgt wurde auch der Vortrag von Dr. Oliver Müller zur psychologischen Begleitung/Therapie in der Schmerzbehandlung. Von Patienten oft abgelehnt, ist sie doch ein
wichtiger Bestandteil der multimodalen Therapie. Die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Hegau-Bodensee-Klinikum in Singen mit Chefarzt Dr. Müller und dem Musiktherapeuten Markus Löhr arbeitet nur stationär. Dies wurde sehr bedauert.

(Insbesondere mit dem Hintergrund, dass ambulant eine zeitnahe und qualifizierte Psychotherapie nicht erreicht wird, wie Rückmeldungen Betroffener zeigen)

Dr. André Hagebeuker vom Zentrum Schmerzmedizin Bodensee in Friedrichshafen erläuterte eine operative Möglichkeit Schmerzen mit neuropathischer Ursache effektiv zu behandeln.
Anhand eines Modells der elektronischen Sonde, der dazugehöriger Batterie und Darstellungen der Behandlungsgebiete und Operationsverfahren konnten sich die Anwesenden selbst ein Bild von dieser Methode machen.

Was Dr. Achim Gowin vom Zentrum für Altersmedizin am Hegau-Bodensee-Klinikum in Radolfzell über seine Arbeit und den Umgang mit alten Menschen sehr eindrucksvoll berichtete, erntete sehr viel Zuspruch und Beifall. „ Man spürt direkt, wie dieser Mann mit Herzblut dabei ist.

Solche Ärzte brauchen wir.“ so ein Besucher im Anschluss.

Von einer lange bekannten und bewährten Behandlung mit den Mitteln der Radiologie, der Röntgenreizbestrahlung gegen Gelenkschmerzen, berichtete Dr. Felix Zwicker.

Leider ist diese Methode durch moderne Medikamente in den Hintergrund geraten, dabei sprechen die Erfolge gerade bei Schulter- und Ellenbogenproblemen, der Finger-, Hüft- und Kniearthrose und dem Fersensporn, sowie die völlig schmerzfreie und kurze Behandlung (ca. 12 x 2 Min.) sehr dafür.

Die Kosten erden von den Krankenkassen übernommen, Hausarzt oder Orthopäde können überweisen.

Der leitende Oberarzt Siegfried Bäumler von der Klinik Buchinger Wilhelmi in Überlingen gab einen kurzen Überblick (er hatte anschließend noch einen Vortrag in München) über naturheilkundliche Methoden zur Schmerzbehandlung. Der Einsatz von Mistel und Weihrauch, sowie Blutegeln und Fasten haben ihren Platz in der Schmerztherapie gefunden.

Weihrauch kann allerdings nur über Apotheken bzw. einen Hersteller bezogen werden und ist nicht gerade kostengünstig. Die Anwendung erfolgt insbesondere in der Rheumatherapie.

Nach der Kaffeepause fanden sich Dr. Heinrich Silber, Internist, Dr. Michael Vetter, Apotheker und Rechtsanwalt Gerhard Zahner zu einer lebhaften Diskussion zum Thema Cannabis unter der Moderation von Frau Dr. Tatjana Wolf, Fachanwältin für Medizinrecht, zusammen. Viele Schmerzmediziner sind für den Einsatz, da sie gute Erfahrungen mit ihren Patienten gemacht haben.

Die Abgabe über die Apotheken stellt für diese auch Herausforderung dar, da es spezieller Sicherheitsvorkehrungen zur Lagerung bedarf. Nach wie vor ist diese Medikation für den Patienten sehr teuer, da Kassen nur in wenigen Ausnahmen die Kosten übernehmen.

Ein weiterer Hinderungspunkt ist die Gesetzgebung. Es liegen derzeit Gesetzentwürfe zur medizinischen Anwendbarkeit und der Kostenübernahme durch die Krankenkassen vor. Diese müssen aber noch das Lesungsverfahren durchlaufen; entschieden ist also noch nichts.

Gewarnt wurde ausdrücklich über den Erwerb via Internet, a). da keine Garantie über Wirkstoff und Wirksamkeit gegeben ist, b) der Erwerb und Besitz immer noch strafbar ist.

„Es waren anstrengende Vorbereitungen, die sich aber für alle Betroffenen gelohnt haben.“ so die Vorsitzende der Selbsthilfegruppe. Sie bedankte sich herzlich bei allen Mitwirkenden und ganz besonders bei den Mitgliedern für die große Hilfe. „ Ihr seit Spitze“

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Besichtigung mit Führung der Firma Storz, Tuttlingen

Leider sind auf diesem Foto nicht alle Teilnehmer zu sehen. Es hat in Strömen geregnet und so sind einige schon in die Autos geflüchtet.
Ja, kalt und sehr nass hat uns Tuttlingen empfangen und so waren wir froh in einem warmen Raum auf Herrn Martin, der uns durch die Firma begleiten würde, warten zu können. Nach einer kurzen Vorstellung beiderseits ging es dann auch gleich in das hauseigene Ausbildungs- und Schulungszentrum.
130 Azubis sind derzeit in der Firma; wir waren erstaunt und begeistert, dass hier auch Hauptschulabgänger eine Chance haben
Die Schüler machten einen recht zufriedenen und fröhlichen Eindruck.
Auf dem Weg zu den Produktionsstätten hatten wir Gelegenheit in einigen Vitrinen die ersten Entwicklungen des Endoskop anzuschauen.
Besonders angetan haben es uns aber die „jüngsten“ Produkte in der Veterenärmedizin zur Untersuchung von Kolibri bis Elefant. Das muß man gesehen haben um es zu glauben!
Wir konnten kurz die Fertigung eines Endoskops verfolgen, zusehen, wie mit höchster
Konzentration und Präzision kleinste Linsen eingeführt wurden. Dies geschieht in staubfreien Räumen und mit Optikerlupen – eine anstrengende sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus.
Im Februar 2011 wurde das Besucherzentrum eingeweiht. Hier werden mit neuesten technischen Mitteln die aktuellsten Entwicklungen präsentiert.
Zu Beginn bekamen wir noch einen kurzen aber sehr interessanten Überblick zur Geschichte des Hauses. 1945 gründete Karl Storz die Firma in Tuttlingen und stellte vorwiegend HNO-Instrumente her. Er war ein Visionär und Tüfftler und so baute er die Firma zu einem weltweit bekannten Unternehmen in Sachen minimalinvasiver OP-Technikaus (Schlüssellochchirurgie).

Ende der 1950 Jahre trat seine Tochter Sybill Storz in das Unternehmen ein und diese übernahm 1996 die Geschäftsleitung. Sie ist noch heute, mit über 70 Jahren aktiv und wird mittlerweile von ihrem Sohn Christof unterstützt.
Das neueste Projekt ist in Zusammenarbeit mit einer Möbelfabrik entstanden;
hochwertige Technik mit moderner Einrichtung für jeden Praxisbedarf. So konnten wir uns eine HNO-Praxis ansehen.
Präsentiert werden auch 4 OP-Säle mit original OP- Bedingungen d.h. es war sehr warm, geradezu stickig in diesen Räumen. Man kann das hier gar nicht alles so wiedergeben; man muß es einfach gesehen haben.
Die Vorführung einiger Endoskope war ebenfalls sehr beeindruckend. Mittlerweile kann man sogar die Blutgefäße sichtbar machen.
Wir bedanken uns ganz herzlich für den freundlichen Empfang und die beeindruckenden Erläuterungen. Dadurch haben wir einen ganz anderen Blick auf diese medizinisch wertvolle Technik bekommen.
Anschließend fuhren wir zum Tuttlinger Krankenhaus und haben dort ganz entspannt und genüsslich gespeist. Die Kantine können wir guten Gewissens empfehlen.
Leider wollte es einfach nicht aufhören zu regnen und kalt war s auch.
So trennten wir uns am Haupteingang und traten den Heimweg an.
Und trotz dem schlechten Wetter hatten wir einen tollen Tag.
Gebhard Schulz

 

 

 

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Letzte Ruhe unter Bäumen
Ein Beitrag zur Führung durch den „Ruhewald St. Katharinen“
am 09. Oktober 2013 von Heinz Höpfner

Der Mensch hat die Eigenschaft negativen Sachen die ihn belasten gerne vor sich her zu schieben, ob das jetzt die Niederschrift eines Testamentes ist, oder mit den Angehörigen über die verschiedenen Formen einer Beerdigung zu sprechen.
Alles um uns herum ist stetig Veränderungen ausgesetzt und so hat man heute eine Vielzahl von Möglichkeiten der Gestaltung von Grabstätten und außer der Erdbestattung, Urnenbeisetzung, Seebegräbnis, Gedenktafel in einer Wand, dem anonymen Begräbnis ist in den letzten Jahren die letzte Ruhestätte unter Bäumen hinzugekommen.
An einem milden und windstillen Oktobertag besuchte eine kleine Gruppe unserer Selbsthilfe Vereinigung den „Ruhewald St. Katharinen“ auf dem Bodanrück in der Nähe von Langenrain.
Der Ruhewald hat eine sehr schöne Schutzkapelle, die in ihrer Inneneinrichtung sehr schlicht und einfach mit Kerzen bestückt und alles aus Holz sehr angenehm ausgestattet ist.
Hier in dieser Schutzkapelle findet auf Wunsch die Trauerfeier statt und die Angehörigen können einen Pfarrer aus ihrer Gemeinde für die Trauerfeier nehmen, einen freien Redner oder jemandem vom „Waldruhteam“.
Vor der Urnenbeisetzung im Wald haben die angehörigen die Möglichkeit einen Ruhebaum auszusuchen. Diese sind über viele Jahrzehnte sehr schön gewachsen in unterschiedlicher Lage, z.B. mit Seesicht, direkt im Wald oder am Wegesrand Nach Standort richtet sich dann auch die Preiskategorie.
Es besteht die Möglichkeit einen Platz, mehrere Plätze oder einen ganzen Baum zu erwerben ( von 500 bis 5.000 Euro). Der Ruhewald ist auf einen Zeitraum von 99 Jahren ab Eröffnung 2011 angelegt und so ergibt sich dann je nach Bestattungsjahr die Liegezeit.
An den Bäumen sind kleine Namensschildchen angebracht und man sah Ruhebäume wo mehrere Schilder waren.
Die Ruhestätten sind im Umkreis von 2 m um den Baum verteilt; 12 an der Zahl.
Oft konnten wir noch Blumen oder Blüten an den Urnengräbern sehen.
Wenn mman jahrelang auf die Friedhöfe in unseren Städten geht, ist man doch an eine oft bunte Bepflanzung gewöhnt und hier im „Ruhewald St. Katharinen“ lässt man der Natur freien Lauf (Bepflanzungen sind nicht gestattet).
Für mich persönlich war es etwas gewöhnungsbedürftig und nur von dieser großen Stille in dem Wald war ich als Stadtmensch stark beeindruckt.
Es war für alle sehr interessant diese form der Bestattung und eine gute auklärung durch das Personal zu erfahren und jeder machte sich seine Gedanken.
Bei Kaffee und Kuchen ließen wir im Gasthaus „Trube Stube“ in Dettingen den erlebnisreichen Tag ausklingen.
Von gedrückter Stimmung keine Spur!
Heinz Höpfner

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Aktiv gegen den Schmerz
Die
6. Konstanzer Schmerztage am 14.+ 15.Juni 2013
waren gut besucht.Es ist wichtig, Schmerzen ernst zu nehmen und frühzeitig zu behandeln. Das erfuhren die
Besucher, die meisten selbst von chronischem Schmerz betroffen sind, am Freitag 14. und Samstag 15. Juni
bei den 6. Konstanzer Schmerztagen. Die Nachfrage zu den schmerztherapeutischen Themen war sehr groß,
die Vorträge waren alle sehr gut besucht und die anschließende Diskussion wurde sehr lebhaft geführt.
„Dass sich Ärzte so engagiert für den guten Zweck einbringen ist nicht selbstverständlich und sehr lobenswert.
Für die interessanten und auch für Laien gut verständlichen Beiträge und die anschließenden Diskussionen
sind wir sehr dankbar“ so die

1. Vorsitzende der Selbsthilfe Vereinigung chronischer Schmerz e.V.
Frau Annette de Groot.
Wir haben uns sehr bemüht für diese 2 Informationstage einen Großteil der vielen Grunderkrankungen, die zum chronischen Schmerz führen können, in das Programm aufzunehmen. Die Zeit reicht dennoch nicht, alle „Auslöser“ zu benennen, alle Fragen zu
beantworten. Was uns aber auf alle Fälle gelungen ist, ist ein Referententeam 1. Klasse vorzustellen, bei dem ich mich im Namen aller Schmerzgeplagten ganz herzlich bedanken möchte. Ebenso bei den Mitgliedern des Vereins, die durch ihren Einsatz zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.
Sie gab einen kurzen Überblick über Veranstaltungen und Aktivitäten.


Sozialdezernent Herr Axel Goßner

vertrat den Schirmherrn Landrat Hämmerle, begrüßte die Referenten und Gäste.
„Schmerztherapie wird immer wichtiger, gerade auch vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung, der steigenden Erkrankungszahlen und der zunehmenden Rolle von chronischen Schmerzen auch im Erwerbsleben.“ Er bedankte sich, dass es im Landkreis Konstanz mit der Selbsthilfe Vereinigung chronischer Schmerz einen engagierten, kompetenten Ansprechpartner für Betroffene gibt und bei den teilnehmenden Referenten für ihre Teilnahme.

 


Frau Ingeborg Rath,

Leiterin der Spitalstiftung Konstanz, kam als Vertreterin der Stadt Konstanz.
Sie war nach einem Informationsgespräch beeindruckt von den Aktivitäten der Gruppe und wünschte allen, dass sowohl die Gemeinschaft als auch die Konstanzer Schmerztage eine feste Anlaufstelle für Betroffene bleibt.

 


Dem schloss sich
Herr Uwe Daltoe von der AOK Hochrhein-Bodensee gerne an.
Er verwies auf die gute Zusammenarbeit seit Gründung der Gruppe hin. Die, wie er sagte, auch mal einen konstruktiv kritischen Austausch beinhalte. „Die AOK Hochrhein Bodensee steht fest an der Seite der Selbsthilfe Vereinigung chronischer Schmerz. Wir tun das, weil nach unserer Auffassung Selbsthilfegruppen mit gesundheitsfördernder Ausrichtung ein ganz wesentlicher Bestandteil im Geamtkontext der gesundheitlichen Versorgung sind.

 

 

Für eine lockere und kompetente Moderation,
sorgte Frau Dr. Tatjana Wolf,

Fachanwältin für Medizinrecht und 1. Beisitzerin des Vereins.

 

 

 


Frau Dr. Schwickert aus dem Klinikum Konstanz,


erläuterte die Möglichkeiten der Palliativmedizin und stellte die
Strukturen der neuen Palliativstation am Klinikum Konstanz
einem sehr interessierten
Publikum vor.

 

 

 


Herr Dr. Felix Zwicker

zeigte anhand interessanter Bilder die Behandlung mit Röntgenstrahlen sowohl in der Tumorbehandlung als auch bei Gelenkerkrankungen. Das war den meisten Zuhörern nicht bekannt und wurde daher sehr interessiert aufgenommen.

 





Frau Dr. Pohlmeier

erläuterte die Chronifizierung von Schmerzen von der Zelle bis zum Gehirn
und erklärte welche Hirnstrukturen bei chronischem Schmerz aktiv sind
und welche Möglichkeiten es gibt, Schmerzen, neben Medikamente
noch günstig zu beeinflussen.

 

 



Mit einem lustigen Sketch „Heilen durch Teilen“ gaben die Mitglieder
Gerlinde Schmidt (KN) und
Monika Wilhelm(Stockach)

den Start zu den Vorträgen nach der Mittagspause wieder frei.
Die Aufregung war den beiden kaum noch anzumerken und sie ernteten 
                                            für ihren Beitrag einen herzlichen Applaus.

 


Herr Dr. A. Ott, vom Kantosspital St.Gallen

erläuterte fachübergreifende schmerztherapeutische Verfahren
und stellte die Grundzüge der Behandlung in der Schweizer Klinik vor.

 

 

 



Die Autorin Frau Renate Hartwig

konnte in einem sehr spannenden und emotionalen Vortrag
die Grundzüge der gesetzlichen Krankenversicherung erklären
und gab einen Einblick in das verzweigte System von Kassen,
kassenärztlicher Vereinigung, Hausarztverträgen und
privatärztliche Leistungen.

Ende erster Veranstaltungstag.

Samstag, 15. Juni 2013


Frau Dr. Sonja Hinder

erläuterte
anhand von Bildern und Skelettmodellen
sehr anschaulich eine relativ neue Operationstechnik bei Problemen
mit dem Kreuz-Darmbeingelenk.

 

 

 

 

Möglichkeiten der Behandlung
der großen Schmerzproblematik bei Rheumapatienten stellte

Herr Dr. Joachim Kiefer vor.

Seit Juli ist er in eigener Praxis in Kressbronn
tätig. Wichtig auch hier die Zusammenarbeit
ver
schiedener Fachbereiche wie Physiotherapie, Ergotherapie usw. und Eigeninitiative des Betroffenen.

 


Was die Unfallchirurgie heute für unglaubliche Möglichkeiten hat, Knochenverletzungen zu „reparieren“ und somit den Betroffenen viel Schmerzen nehmen bzw. vermeiden kann, brachte Dr. Volker Kammermeier,
der kurzfristig für die erkrankte Frau Dr. Mergner, eingesprungen ist, sehr eindrucksvoll auf den Punkt. Eigentlich ist nichts unmöglich!

 

 


Das sie nicht nur von Aktivität reden, sondern auch etwas dafür tun zeigten dann
einige Mitglieder, unter der Leitung der Physiotherapeutin Frau Loes Malow, neu zusammengefundenen Tanzgruppe.
Unterstützt wurden sie dabei von Lara, Karolina und Leonie
„Kinder nehmen uns die Befangenheit und bringen Spaß mit“

 

 

Musik auszusuchen und dazu Schritte zu finden die dann auch noch im Takt zu halten – es war eine neue, schöne Erfahrung und es hat viel Gelächter gegeben. Schade, dass nicht alle teilnehmen konnten, der Platz im kleinen Sitzungssaal war zu knapp.

 

 

 


Dass es allen Spaß gemacht hat, zeigen diese Bilder wohl deutlich und alle wollen weiter machen.

 

 

 

Faszination Hypnose. Dieser Vortrag von der
Zahnmedizinerin Frau Dr. Sabine Strahl wurde mit ganz besonderem Interesse verfolgt. So wurde er hinterher auch als sehr gut erklärt, gut verständlich und ehrlich gelobt. Ehrlich darum, da die Referentin auch die Grenzen bei der zahnmedizinischen Behandlung aufgezeigt hat. Gern machten die Anwesenden bei einer kurzen Tiefenentspannung mit.

Und das war auch ein guter Abschluß zweier interessanter und informationsreichen Schmerztage.

 

Ende der 6. Konstanzer Schmerztagen vom 14. und 15. Juni 2013

Vielen Dank für Ihr Interesse.
All denen, denen es nicht möglich war zu kommen, sprechen Sie uns an, oder kommen Sie einfach zu uns zu den Treffen oder auch zu den speziell angebotenen Sprechzeiten zum erst Kontakt.

Gemeinsam ist besser!